Gebratene Handpies gehören zu den kleinen Köstlichkeiten, die sofort Kindheitserinnerungen wecken. Außen knusprig, innen warm und saftig gefüllt – diese handlichen Mini-Pasteten sind ein Klassiker auf Jahrmärkten, in Bäckereien und in vielen Familienküchen. Die Kombination aus mürbem Teig und einer süßen, leicht eingedickten Fruchtfüllung macht sie zu einem perfekten Dessert für jede Gelegenheit.
Ob du sie warm direkt aus der Pfanne genießt, mit Puderzucker bestäubst oder später kalt naschst – Handpies haben etwas unglaublich Tröstliches. Sie lassen sich mit verschiedensten Früchten füllen und sind erstaunlich unkompliziert herzustellen. In diesem Rezept entsteht ein weicher, elastischer Teig, der beim Frittieren herrlich blättert und goldbraun wird. Die Füllung sorgt für den süßen Kern – von Äpfeln über Pfirsiche bis hin zu Kirschen ist alles möglich.
Rezeptüberblick
Diese Handpies bestehen aus einem selbstgemachten Teig und einer fruchtigen Füllung, die beim Kochen leicht eindickt. Die Pies werden geformt, mit einer Gabel verschlossen und anschließend goldbraun ausgebacken. Das Ergebnis ist ein köstliches Gebäck mit knuspriger Hülle und zarter, aromatischer Füllung.
Zutaten
Für den Teig
- 320 g Weizenmehl (Type 405)
- 1 EL Zucker
- 1/2 TL Salz
- 1 TL Backpulver
- 115 g kalte ungesalzene Butter in Würfeln
- 120 ml eiskaltes Wasser (nach Bedarf etwas mehr)
- 1 TL Vanilleextrakt (optional)
Für die Füllung
- 2 Tassen frisches oder abgetropftes Dosenobst (z. B. Äpfel, Pfirsiche, Kirschen), klein gehackt
- 100 g Zucker (je nach Fruchtsüße anpassen)
- 1 EL Speisestärke
- 1 EL Zitronensaft (optional)
- 1 TL Zimt (optional)
Zum Frittieren & Fertigstellen
- Pflanzenöl oder Sonnenblumenöl
- Puderzucker (optional)
Zubereitung Schritt für Schritt
1. Teig vorbereiten
Mehl, Zucker, Salz und Backpulver in einer großen Schüssel mischen. Die kalten Butterwürfel hinzufügen und mit den Fingern oder einem Teigmischer einarbeiten, bis eine krümelige Struktur entsteht.
2. Flüssigkeit einarbeiten
Vanilleextrakt zugeben, falls gewünscht. Dann das eiskalte Wasser esslöffelweise hinzufügen und einarbeiten, bis ein weicher, formbarer Teig entsteht. Nur so viel Wasser benutzen wie nötig.
3. Teig ruhen lassen
Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben, sanft durchkneten und zu einer glatten Kugel formen. In Frischhaltefolie wickeln und mindestens 30 Minuten kalt stellen. Dadurch lässt er sich später besser ausrollen.
4. Füllung kochen
Während der Teig ruht, das Obst mit Zucker, Speisestärke, Zitronensaft und Zimt in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Früchte weich sind und die Mischung leicht eindickt. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
5. Teig ausrollen & Kreise ausstechen
Den gekühlten Teig etwa 3 mm dünn ausrollen. Mit einem Glas oder Ausstecher Kreise von 10–12 cm Durchmesser ausstechen. Teigreste erneut ausrollen und weiterverwenden.
6. Pies füllen
Auf jeden Teigkreis 1–2 EL der abgekühlten Füllung geben. Den Teig vorsichtig zu einem Halbmond zusammenklappen und die Ränder gut festdrücken. Anschließend mit einer Gabel rundum verschließen, damit beim Frittieren nichts austritt.
7. Öl erhitzen
Etwa 5 cm Öl in eine tiefe Pfanne geben und auf ca. 175 °C erhitzen. Ein kleines Teigstück sollte sofort brutzeln und nach oben steigen.
8. Frittieren
Die Handpies portionsweise 2–3 Minuten pro Seite frittieren, bis sie goldbraun sind. Beim Wenden vorsichtig arbeiten, damit sie nicht einreißen.
9. Abtropfen & Servieren
Die fertigen Pies auf Küchenpapier abtropfen lassen. Kurz abkühlen lassen und nach Wunsch mit Puderzucker bestäuben. Warm schmecken sie besonders gut.
Kochtipps & Variationen
- Teig nicht überkneten: Zu viel Bearbeitung macht ihn zäh statt zart.
- Füllung vollständig abkühlen lassen: Heiße Füllung macht den Teig weich und erschwert das Verschließen.
- Backalternative: Statt frittieren bei 190 °C ca. 20 Minuten backen, leicht mit Ei bestreichen.
- Herzhafte Version: Mit Spinat-Feta, Hackfleisch oder Pilzfüllung möglich.
- Schnellversion: Blätterteig als Ersatz verwenden, wenn es besonders unkompliziert sein soll.
Aufbewahrung & Servieren
- Aufbewahren: Im Kühlschrank 2–3 Tage haltbar, luftdicht verpackt.
- Aufwärmen: Kurz in der Pfanne oder im Ofen erhitzen, um Knusprigkeit zurückzubringen.
- Serviervorschläge: Mit Vanillesauce, Eis oder Zimt-Zucker servieren.
Gebratene Handpies bieten eine wunderbare Kombination aus knusprigem Teig und saftiger Fruchtfüllung. Sie sind schnell gemacht, vielseitig und perfekt für jeden Anlass – vom gemütlichen Nachmittag bis zum festlichen Dessert. Durch die flexible Wahl der Füllung kannst du sie immer wieder neu anpassen.
FAQ
1. Kann ich die Pies vorbereiten und später frittieren?
Ja, ungebackene Handpies können eingefroren und später direkt aus dem Gefrierfach frittiert werden.
2. Muss der Teig unbedingt ruhen?
Ja, das sorgt für bessere Verarbeitung und ein schöneres Ergebnis.
3. Welche Früchte eignen sich am besten?
Äpfel, Kirschen, Pfirsiche, Beeren oder Mischungen – alles funktioniert.
4. Kann ich weniger Zucker verwenden?
Ja, besonders bei süßem Obst lohnt es sich, die Menge zu reduzieren.
5. Was tun, wenn Pies beim Frittieren aufplatzen?
Ränder sorgfältig verschließen und Pies vor dem Frittieren gut kühlen.

