Ein richtig gutes Wiener Saftgulasch ist mehr als nur ein Eintopf – es ist ein kulinarisches Erlebnis, das mit seinem reichen Aroma, dem zarten Fleisch und der sämigen Sauce Herzen höher schlagen lässt. Dieses Gericht ist ein Klassiker der österreichischen Küche und wird oft mit einer Mischung aus Bier, Gewürzen und Zwiebeln zubereitet, die den typischen, intensiven Geschmack erzeugt. Es ist perfekt für gemütliche Familienessen, festliche Anlässe oder einfach dann, wenn man Lust auf herzhaften Genuss hat.
Der Schlüssel zum perfekten Saftgulasch liegt in der richtigen Fleischwahl, einer guten Röstung und dem langsamen Schmoren, wodurch das Fleisch butterzart wird und die Sauce voller Tiefe und Geschmack ist. Mit diesem Rezept kannst du ein authentisches Wiener Gulasch zubereiten, das traditionell, aromatisch und dabei einfach umzusetzen ist.
Rezeptüberblick
Wiener Saftgulasch besteht aus zarten Rindfleischwürfeln, die in Butterschmalz oder Öl angebraten und dann mit Zwiebeln, Tomatenmark, Bier und ausgewählten Gewürzen geschmort werden. Kümmel, Majoran und Paprikapulver verleihen dem Gericht seine unverwechselbare Würze. Ein Schuss Essig rundet die Aromen ab und sorgt für eine feine, ausgewogene Säure. Das Ergebnis: zartes Fleisch in einer sämigen, aromatischen Sauce, perfekt zu Serviettenknödeln, Spätzle oder frisch gebackenem Brot.
Zutaten
- 1 kg Rindfleisch (Wade oder Schulter), in 3–4 cm große Würfel geschnitten
- Butterschmalz oder geschmacksneutrales Öl zum Anbraten
- 800 g Zwiebeln, grob gewürfelt
- 1 EL Tomatenmark
- 300 ml helles Bier
- 1 TL Kümmel (klein gehackt oder leicht zerstampft)
- 1 TL Majoran
- 2 EL edelsüßes Paprikapulver
- 1 TL scharfes Paprikapulver oder Chili (nach Geschmack)
- 1 EL milder Weißweinessig oder weißer Balsamico
- Ca. 1 TL Salz und frisch gemahlener Pfeffer (nach Geschmack)
Anleitung Schritt für Schritt
1. Fleisch vorbereiten
Das Rindfleisch in gleichmäßige Würfel von etwa 3–4 cm schneiden. So gart es gleichmäßig und bleibt zart.
2. Anbraten
In einem großen Topf das Butterschmalz erhitzen. Die Fleischwürfel portionsweise hineinlegen und von allen Seiten kräftig anbraten, bis sie eine schöne braune Kruste entwickeln. Anschließend das Fleisch herausnehmen und beiseite stellen.
3. Zwiebeln rösten
Die grob gewürfelten Zwiebeln im gleichen Topf bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Das Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten, um zusätzliche Tiefe und Süße zu erzeugen.
4. Fleisch zurück in den Topf
Das angebratene Fleisch wieder hinzufügen. Kümmel, Majoran, edelsüßes Paprikapulver und gegebenenfalls das scharfe Paprikapulver einrühren.
5. Flüssigkeit und Essig hinzufügen
Das Bier hinzufügen und gut umrühren. Mit Essig abschmecken, um die Aromen zu balancieren.
6. Abschmecken und schmoren
Mit Salz und Pfeffer würzen. Das Gulasch bei niedriger Hitze langsam schmoren lassen, bis das Fleisch butterzart ist und die Sauce eingedickt. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen.
Kochtipps & Variationen
- Fleischwahl: Wade und Schulter eignen sich perfekt, da sie beim langsamen Schmoren zart werden und viel Geschmack abgeben.
- Bier oder Brühe: Helles Bier sorgt für leichte Malznoten. Wer es alkoholfrei möchte, kann Rinderbrühe verwenden.
- Schärfe anpassen: Scharfes Paprikapulver oder Chili nach Geschmack dosieren.
- Sämige Sauce: Wer die Sauce besonders dick mag, kann zum Schluss ein wenig Maizena oder Mehl mit kaltem Wasser anrühren und unterrühren.
- Beilagen: Serviettenknödel, Semmelknödel, Spätzle oder frisches Bauernbrot passen perfekt dazu.
- Aromatische Variation: Ein Lorbeerblatt oder ein paar Wacholderbeeren beim Schmoren geben zusätzliche Tiefe.
Aufbewahrung & Servieren
- Aufbewahren: Im Kühlschrank hält sich das Saftgulasch 2–3 Tage und schmeckt aufgewärmt fast noch besser.
- Einmachen: Für längere Lagerung kann das Gulasch portionsweise eingefroren werden.
- Servieren: Am besten heiß servieren, mit den Lieblingsbeilagen. Ein Klecks Sauerrahm oder Petersilie verleiht Frische.
Wiener Saftgulasch ist ein klassisches Wohlfühlessen, das sowohl einfach zuzubereiten als auch unglaublich aromatisch ist. Mit ein wenig Zeit beim Schmoren entsteht ein Gericht mit zartem Fleisch, intensiver Sauce und traditionellen Aromen. Perfekt für gemütliche Mahlzeiten, Familienessen oder besondere Anlässe – ein Rezept, das österreichische Küche authentisch auf den Tisch bringt.
FAQ
1. Kann man das Gulasch auch im Schnellkochtopf zubereiten?
Ja, so reduziert sich die Garzeit erheblich, das Fleisch wird dennoch zart.
2. Welches Bier eignet sich am besten?
Helles Lager oder Pils sorgt für einen milden Malzgeschmack, dunkle Biere geben intensivere Röstaromen.
3. Wie lange sollte man das Fleisch schmoren?
In einem normalen Topf ca. 1,5–2 Stunden bei niedriger Hitze, bis es butterzart ist.
4. Kann man das Rezept für Rindfleischalternativen verwenden?
Ja, mit Schweine- oder Lammfleisch lassen sich ebenfalls leckere Variationen zubereiten.
5. Wie dick sollte die Sauce sein?
Die Sauce sollte leicht sämig sein, nicht zu flüssig. Bei Bedarf leicht einkochen lassen.

